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ILEK Chicago Exkursion – Tag 7
Am 7. Tag unserer Exkursion haben wir uns im Millennium Park, getroffen. Der Park, der ursprünglich als Rangierbahnhof genutzt wurde, ist heutzutage vor allem bekannt durch den Jay Pritzker Musikpavillon von Frank Gehry und die "Bohne", eine auf hochglanzpolierte Edelstahlskulptur des britischen Künstlers Anish Kapoor, die den offiziellen Namen "Cloud Gate" trägt. Nach der Besichtigung des Parks und eine kurzen Mittagspause haben wir uns dann auf den langen Weg zur Northwestern University gemacht. Die Universität ist wie unsere Universität in Stuttgart in zwei Teile gespalten. Ein Teil befindet sich in der Innenstadt in der Nähe des Chicago River und ein Teil nördlich von Chicago im Vorort Evanston, zu dem wir unterwegs waren. Wir waren an diesem Tag zu einem Symposium eingeladen, bei dem neben unseren Betreuern vom ILEK auch Eric Keune von SOM, Thomas Mozina von Perkins + Will, Tom Jacobs von Krueck + Sexton und Laurence Booth von Booth Hansen Vorträge über Chicagos Hochhäuser, Innovationen im Leicht- und/oder Hochhausbau und diverse andere Themen hielten. Nach dem Symposium durften wir an einem Dinner im Cohen Commons Saal der Universität teilnehmen und hatten die Möglichkeit uns mit den verschiedenen anwesenden Professoren der NWU und den Architekten auszutauschen. Nach diesem sehr herzlichen Abend hat sich ein Teil der Gruppe entschlossen noch auf einen Absacker die Signature Lounge (eine Skybar im 96. Stock des John Hancock Center) zu besuchen, von wo aus man einen atemberaubenden Blick über das nächtliche Chicago und auf den Lake Michigan hatte.  

Deutscher Stahlbau. Gut beraten.Deutscher Stahlbau. Gut beraten.

Ressourceneffizienz

Inhalt

Die anhaltende Ressourcenverknappung sowie hohe Emissionen und Abfallaufkommen waren wesentliche Gründe, das Nachhaltige Bauen stärker voranzutreiben. Allein in Deutschland gehen über 60% aller Abfallmaterialien, ungefähr 50% der nichtbiologischen Rohstoffe sowie über 40% des Primärenergiebedarfs auf die Herstellung, Nutzung und Entsorgung von Bauwerken zurück. Auf der anderen Seite ist die Bau- und Immobilienbranche in Deutschland mit 10% des Bruttoinlandsproduktes sowie 8% der Arbeitsplätze auch ein wichtiger Wirtschaftssektor, der auch zukünftig wachsen soll und wird.

Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, die zur Verfügung stehenden Ressourcen so effizient wie möglich einzusetzen. Hierbei kommt der Gebäudehülle eine Schlüsselrolle zu, da sie den Energieverbrauch, der im Lebenszyklus des Gebäudes entsteht, beeinflussen kann. Aber auch die Wahl der eingesetzten Baustoffe wirkt sich auf die ökologischen Eigenschaften eines Bauwerks aus. Hierbei sind insbesondere drei Fragestellungen relevant:

  • Welche Umwelteinwirkungen sind während der Herstellung entstanden?

Grundsätzlich sollte versucht werden, möglichst Produkte mit kleinem „ökologischem Fußabdruck“ zu verwenden, also Baustoffe die bei ihrer Herstellung wenig Energie- und Wasser verbrauchen und gleichzeitig wenige Emissionen wie Treibhausgase freisetzen.

  • Wie viel „Bauwerk“ kann mit einer Einheit des Produktes hergestellt werden, also wie effizient kann es eingesetzt werden?

Allein der Vergleich von umweltrelevanten Kennzahlen reicht nicht aus, um die ökologische Wertigkeit eines Bauproduktes zu bestimmen. Es muss auch stets geprüft werden, wie viel Funktionalität der Einsatz eines Bauproduktes bietet, also beispielsweise wie viel Nutzfläche mit einem Kilogramm eines Baustoffs erreicht wird oder welche Einsparungen eine Wärmedämmung im Laufe des Lebenszyklus‘ liefert . Vergleiche hierfür sind meistens nur auf Gebäudeebene möglich, da beispielsweise geringere Konstruktionsgewichte einer bestimmten Bauweise auch geringere Fundamente ermöglichen können.  Nur wenn gleichartige Produkte unterschiedlicher Hersteller zur Auswahl stehen können Umweltkennzahlen direkt zu einem Vergleich herangezogen werden.

  • Was passiert mit dem Baustoff wenn das Gebäude zurückgebaut wird? Wiederverwendung, Wertstoffkreislauf oder Deponie?

Die Frage, ob ein Bauprodukt nach dem Rückbau wiederverwendet werden kann oder entsorgt werden muss spielt im Rahmen einer nachhaltigen – also zukunftsfähigen – Betrachtung eine entscheidende Rolle. Können die Produkte wiederverwendet oder ohne Qualitätsverlust recycelt werden stehen sie auch künftigen Generationen zur Verfügung. Können sie nur geringer wertig recycelt, verwertet oder gar entsorgt werden, müssen sie auch im nächsten Lebenszyklus durch primäre Ressourcen ersetzt werden. Durch die Wiederverwendung bzw. das Recycling wird zudem die zu deponierende Abfallmenge reduziert.

Ansprechpartner Nachhaltigkeit

Raban Siebers, MSc
Tel. 0211 / 6707-560
Fax 0211 / 6707-829 
raban.siebers(at)bauforumstahl.de

Nachhaltigkeit - Aufsätze, Artikel, Informationen

Arbeitsentwurf des BMU
für ein Deutsches Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess)

EPD Baustähle

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Deutsch | English
Feuerverzinkte Baustähle
jeweils inkl. LEED-Beiblatt

Ökobilanzieller Vergleich von Hallen unterschiedlicher Bauweisen

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Deutsch
| English

Nachhaltige Argumente für das Bauen mit Stahl.

Nachhaltige Argumente für das Bauen mit Stahl. -


"TargetZero" ist ein Britisches Projekt  das Architekten und Ingenieuren kostenlose Informationen zur Verfügung stellt um die CO2-Bilanz von Gebäuden zu verbessern.

Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt Energie GmbH: Verbesserung von Rohstoffproduktivität und Ressourcenschonung, F+E Vorhaben im Auftrag des Umweltbundesamtes, Förd. Kennz. 206 93 100/01, Das Bedürfnisfeld "Bauen und Wohnen", Hintergrundpapier für die Veranstaltung "Zukunftsdialog Rohstoffproduktivität und Ressourcenschonung" am 18.04.2007 in Düsseldorf

Kuhlmann, U., Pelke, E., Hauf, G., Herrmann, T., Steiner, J., Aul, M.: Ganzheitliche Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen bei Verbundbrücken unter Berücksichtigung des Bauverfahrens und der Nutzungsdauer, Beitrag auf Basis eines Gutachtens für die Hessische Straßen- und Verkehrsverwaltung im Rahmen des hessischen Großprojektes „Staufreies Hessen 2015“, Zeitschrift Stahlbau Nr. 76 (2007), Heft 2, Berlin

Kuhlmann, U., Hauf, G., Institut für Konstruktion und Entwurf Universität Stuttgart: Wirtschaftlichkeit von Verbundbrücken unter Berücksichtigung der Nutzungsdauer, Gutachten für die Hessische Straßen- und Verkehrsverwaltung, Wiesbaden 2008

Forschungsvereinigung Stahlanwendung e. V. FOSTA (Hrsg.): Untersuchungen zum verstärkten Einsatz von Stahlverbundkonstruktionen bei Brücken kleiner und mittlerer Stützweiten, Projekt 629 Schmitt Stumpf Frühauf und Partner Ingenieurgesellschaft im Bauwesen mbH, München, Dipl.-Ing. V. Schmitt, Deutsche Bahn AG, Frankfurt, Dipl.-Ing. Britta Schülke, Düsseldorf 2005

Zur Ressourceneffizienz und Ökobilanzierung von Baustahl in geschlossenen industriellen Kreisläufen - Beitrag im www.bauingenieur.de

Economic application of composite beams with moderate high strength materials
- Eurosteel 2008, Graz