Dr. Ing. Roland F.
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ILEK Exkursion Chicago 2016
Hochhäuser werden unweigerlich die Zukunft des innerstädtischen Bauens darstellen. Auf Grund des Anstiegs der Weltbevölkerung und des zunehmenden Wachstums der Millionenstädte wird dichtes Bauen notwendig und immer gefragter. Im Wintersemester 2016/17 werden 10 Studierende der Architektur am Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren (ILEK) der Universität Stuttgart einen Hochhaus Entwurf bearbeiten, um sich dieser Thematik anzunehmen. Da Chicago die Geburtsstätte der Gebäudetypologie Hochhaus darstellt, bietet es sich an, das Planungsgrundstück dort anzusetzen und die Recherchephase mit einer Exkursion zu verbinden. Das besondere dabei wird sein, dass auch Studierende des Bauingenieurwesens dabei sein werden, denn Interdisziplinarität ist besonders bei solch großen Bauprojekten essentiell. Zusammen mit der 17-köpfigen Studierendengruppe werden zwei Mitarbeiter des ILEK eine 9-tägige Exkursion im Oktober 2016 unternehmen. Dabei werden wir uns nicht nur der Geschichte des Hochhausbaus widmen, sondern auch neueste Entwicklungen erfahren, sowie die Beziehung zu der Architekturfakultät der Northwestern University weiter vertiefen. Gemeinsame Vorlesungen, Besprechungen sowie ein zusammen organisiertes Symposium werden dabei eine große Rolle spielen. Des weiteren sind Baustellenbesichtigungen und Besichtigungen einiger Architektur- und Ingenieurbüros geplant, wie z.B. zu Helmut Jahn, SOM oder Gill+Smith. Über den Verlauf der Exkursion werden wir auf diesem Blog live berichten und bedanken uns bereits vorab für die freundliche Unterstützung unserer Sponsoren, allen voran: Bauforumstahl.

Deutscher Stahlbau. Gut beraten.Deutscher Stahlbau. Gut beraten.

Zaha Hadids Visionen für die Wirtschaftsuniversität Wien – Österrreichischer Stahlbautag 2015

Quelle: Unger Steel Group
Ganz im Sinne der österreichischen Stahlbauarchitektur steht die spektakuläre Konstruktion für das LLC der WU Wien, welche zum Österreichischen Stahlbaupreis 2015 eingereicht wurde.

© BOAnet.at


Pressemitteilung von Unger Steel Group zum Baubeginn 2012:
Unger Steel Group realisiert Zaha Hadids Vision für WU

Studieren im Starambiente heißt die Devise jener fünf internationalen Stararchitekten, die die neue Wirtschaftuniversität Wien planten. Das Ergebnis ist spektakulär – und wird moderne Architektur, Freiraum sowie Inspiration und Vision auf den Unicampus und somit ins Studium bringen.
Herzstück und Zentrum des neuen Campus in Wien-Leopoldstadt ist das Library- and Learningcenter (kurz LLC) mit einer anspruchsvollen Stahlträgerkonstruktion. Der 80 Meter lange Canyonträger wurde beim Bau am Stück eingehoben, ist scheinbar frei schwebend in rund 17 Metern Höhe  und stellt einen Blickfang und optisches Highlight dar.


Ein Architektur-Wettbewerb entschied über den zukünftigen Auftritt der WU, der von einem  internationalen Architektenteam geplant wurde. Das LLC wurde von der renommierten Architektin Zaha Hadid entworfen. Umgeben wird das Zentrum von fünf weiteren Gebäuden sein, die vom Japaner Hitoshi Abe, der Spanierin Carmen Pinoos, dem Spanier Eduardo Arroyo und dem Briten Peter Cook gestaltet werden. Auf Basis eines Masterplan des Wiener Architektenteams BUSarchitektur entstand somit ein Gesamtentwurf, der alle Gebäude mit einschließt – ein schlüssiges Konzept, wo Energie und Wissen fließen kann.

Renderings © Zaha Hadid Architects

WU als modernstes Wissenszentrum.
„Auf rund 90.000m² an der Südportalstraße in Wien-Leopoldstadt zwischen Messegelände und Prater entsteht ein architektonisch äußerst anspruchsvolles und außergewöhnliches optisches Highlight, das weltweit für Aufmerksamkeit sorgen wird“, sagt Hans-Peter Weiss, Geschäftsführer der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), die für die Abwicklung des Bauvorhabens verantwortlich ist. Damit wird die WU noch mehr als bisher zum modernsten Wissenszentrum, das weltweit für renommierten Informationstransfer und Modernität stehen wird. Als besonders spektakulär gilt das LLC, das auch visuell das Markenzeichen des neuen Campus werden soll. Ein Teil des Baus erscheint wie eine liegende 8. Der Gebäudekomplex beinhaltet die Hauptbibliothek als Zentrum des Studierens, die Studierenden-Arbeitsplätze des Learning Center sowie eine große Aula, die als Veranstaltungsort der Nabel der WU werden wird. Weiters findet man dort künftig die Studienservices sowie die IT-Serviceabteilung mit dem Info-Center.


Aus architektonischer Vision wird Inspiration.
Um Zaha Hadids Vision und Plan umzusetzen, wurde die Unger Steel Group als Stahlbauspezialist beauftragt, um die auf statischen Berechungen von Vasko & Partner basierenden Stahlkonstruktionen für diesen prestigeträchtigen Bau zu realisieren. Ein Projekt mit vielen Höhepunkten und höchsten technischen Herausforderungen: Benötigt wird eine Stahlkonstruktion der Extraklasse, ein sogenannter Canyonträger, der freitragend über 80 Meter lang auf rund 17 Metern Höhe schwebt und auf dem die gesamte Hauptstahldachkonstruktion ruht. Dieser allein wiegt beachtliche 350 Tonnen und wird in 8 Einzelelementen geliefert und vor Ort zu einer spannenden sowie umfassenden Konstruktion zusammengebaut. Die Hauptdachtragkonstruktion besteht aus geschweißten Stahlteilen, die eine Höhe von bis zu 2,5 Metern aufweisen. Auf vorab betonierten Stahlrundrohrstützen werden diese Stahlträger angehängt und nach Gesamtmontage weiter vorgespannt um eine möglichst ebene Fläche zu erhalten. Das fertige Objekt besticht mit Eleganz und Besonderheit: die sichtbaren und schlanken Stahlträger machen in Kombination mit Glas den Werkstoff Stahl erlebbar.


Schwebende Stahlkonstruktion der Unger Steel Group für das LLC des WU Campus.
© Unger Steel Group

Technische Höchstleistung bereits bei der Realisation.
Aufgrund der komplexen Montagesituation wird der Canyonträger im Bauzustand von drei Montagehilfstütztürmen unterstellt werden. Selbst die Montageflächen müssen gesichert werden, um der Drucklast der Kräne standhalten zu können. Ein eigenes, komplexes Montagekonzept wurde ausgearbeitet und kommt als detaillierte Anleitung zum Einsatz. Ein spezieller 600 Tonnen Autokran mit Schwebeballast wird für die Manipulation der Einzelteile auf der Baustelle sorgen, die aufgrund ihrer Länge, Breite und des Gewichtes nur als separate Sondertransporte in der Nacht in die Stadt gebracht werden können.
© Unger Steel Group


Nur mit enormer Präzisionsarbeit, umfassender und langjähriger Erfahrung gelingt es, dieses komplex anmutende Werk fehlerfrei zu bewältigen. Die logistische Taktung der zahlreichen Einzelteile und die Vorbereitung fordern etwa ein Jahr Vorlaufzeit und einen Abwicklungszeitraum von sieben Monaten. Nachdem die Montagezeit mit Jänner und Februar 2012 angesetzt ist und die Temperaturen erwartungsgemäß sehr winterlich sind, wird eine eigene Schutzeinhausung erforderlich, um die Arbeiten ausführen zu können. Aufgrund der enormen Präzisionsarbeit werden alle Einbauteile, auf welche die Stahlkonstruktion aufsetzt, eingemessen und versetzt. Insgesamt werden 4.000m² Fläche bebaut, die Tonnage beträgt 1.341, die schwebende Konstruktion endet auf rund 30 Metern Höhe.

© Unger Steel Group


Es werden Bauten mit rund 100.000 m² Nutzfläche errichtet. Die Nettogesamtkosten betragen ca. 492 Mio. Euro.Nach Fertigstellung zieht die WU endgültig von der Spittelau in den zweiten Bezirk um.

Das Wiener Architektenbüro „BUSarchitektur“ gewann den Wettbewerb für den Masterplan und zeichnet ua für das Hörsaalzentrum und den Freiraum verantwortlich. Der Architekturwettbewerb für die sechs geplanten Gebäude wurden von einer Jury unter dem Vorsitz von Wolf Prix entschieden. Die Errichtung erfolgt über eine gemeinsame Gesellschaft, der sogenannten Projektgesellschaft Wirtschaftsuniversität Wien Neu GmbH von Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) und WU.

Der Neubau der WU ist nicht auf bestimmte Anzahl von Studierenden beschränkt, die Nähe zur benachbarten Messe mache zum einen flexibel, zum anderen seien Erweiterungsmöglichkeiten an mehreren Stellen des Bauwerks eingeplant, heißt es von Seiten der Projektgesellschaft.

Klicken Sie auf eines der Bilder und starten Sie so die Fotostrecke (3 Bilder).

Aktuelle Projekte | Projektarchiv

Projekt
Stahlträgerkonstruktion für die WU Wien

Bauherr
Projektgesellschaft Wirtschaftsuniversität Wien Neu GmbH
von Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) und WU
www.campuswu.at

Architekten
BUSarchitektur, Zaha Hadid Architects

Generalplanung
VASKO+PARTNER INGENIEURE Ziviltechniker für Bauwesen und Verfahrenstechnik GesmbH

Baumeisterarbeiten
Bauunternehmung Granit Gesellschaft m.b.H.

Stahlbau
Unger Steel Group
www.ungersteel.com

Bauzeit
2011 bis 2013/2014 // Montagestart: ab 5. 3. 2012

Fläche
Gesamte Netto-Nutzfläche rund
100.000 m²
Bebaute Fläche gesamt: 35.000 m² // davon LLC: 4.000 m² bebaute Fläche

Verarbeiteter Stahl
1.341 to

Quelle
Unger Steel Group