Büro Nordost
Stahlbau-Förderpreise 2002 vergeben
Die Fachhochschulen in Darmstadt und Köln stellen die Sieger beim Förderpreis des Deutschen Stahlbaues 2002, den BAUEN MIT STAHL e.V. alle zwei Jahre an den Nachwuchs der Architekten und Bauingenieure verleiht. Ausgezeichnet werden fortschrittliche Ideen und Lösungen für Stahlkonstruktionen auf den Gebieten des Hoch- und Brückenbaues. Tim Driedger und Dirk Wischnewski, Studenten der Fachhochschule Darmstadt/ FB Architektur bei Prof. Dipl.-Ing. Laske, Prof. Dipl.-Ing. Orawiec und Prof. Dr.-Ing. Steffen Kind, FB Bauingenieurwesen, erhielten einen ersten Preis für ihren Stegreifentwurf „Future Circus – MikaDome“. Außerdem wurde Peter Hufer von der Fachhochschule Köln/ FB Architektur bei Prof. Dr.-Ing. Eberhardt und Prof. Dr.-Ing. Schütz für seine Semesterarbeit „Bergisches Freilicht- und Freiluft-Museum“ ausgezeichnet. Die Unterschiedlichkeit beider Entwürfe veranlasste die Jury, wie beim letzten Wettbewerb zwei siegreiche Arbeiten auszuwählen. Die 1. Preise wurden mit je 2.000 EURO dotiert, der 2. Preis mit 1.500 EURO sowie drei 3. Preise mit je 750 EURO. Neun Arbeiten erhielten Lobe und wurden mit einem Buchpreis bedacht. Die erfolgreichen Studenten kommen von der RWTH Aachen, den TU's Berlin und Braunschweig , den Universitäten Hannover und Stuttgart, den Fachhochschulen Darmstadt, Frankfurt, Köln, Lippe, Mainz, Münster und Stuttgart.
Der Studentenwettbewerb war mit 124 Einreichungen qualitativ sehr hochwertig besetzt, so dass die neunköpfige Jury auf ihrer zweitägigen Sitzung am 18./19.04.2002 eine schwierige Wahl zu treffen hatte. Die offizielle Preisverleihung erfolgt im Rahmen eines Festaktes auf dem Deutschen Stahlbautag am 8. November 2002 im CCH Hamburg.
Da die Themenstellung des Studentenwettbewerbs offen war, umfasste die Palette der eingereichten Arbeiten Veranstaltungshallen, Stadien, Ausstellungs- und Messehallen, Flughäfen und Brücken ebenso wie Hochhäuser und Industriebauten.
Der siegreiche Entwurf "Future Circus MikaDome" skizziert eine Zirkusarena, die im innerstädtischen Bereich aufgeständert wird. Das Tragsystem gleicht einem Mikadospiel vor dem Fall. Alle Stützen liegen jeweils auf der nächsten und sind an einem vorbestimmten Punkt fixiert. Die Hand wird ersetzt durch Zugelemente. Im unteren Teil ist dies die Konstruktion der Theke/Kasse, in der mittleren Zone sind es die Untergurte der Fachwerkträger und oben die Zugseile. Der untere, überdachte Bereich dient als Foyerzone. Zuschauerplätze und Manege sind stützenfrei, damit die Zuschauer eine ungestörte Sicht und die Künstler größtmögliche Freiheiten haben. Das Dach ist beweglich. Sein Funktionsprinzip ist vergleichbar mit der Technik der Irisblende eines Photoobjektives. Den Wetterschutz leistet eine Membrane, die beim Schließvorgang der Dachkonstruktion durch Teleskopfachwerkträger ausgezogen wird.
"Bergisches Freilicht- und Freiluft-Museum" ist der Entwurf für einen Erweiterungsbau des Bergischen Freilichtmuseums in Lindlar, der im nahegelegenen Park des Schlosses Heiligenhofen entstehen soll. Um die Parkanlage mit ihrem alten Baumbestand, dem See, den großen Wiesen und dem Schloss zu schützen, soll der Neubau aufgeständert in der Luft schweben. Er soll sich wie ein Nest in den Baumwipfeln einnisten, in luftiger Höhe von Wipfel zu Wipfel spannen, eine Verbindung spannen – eine Fußgängerbrücke durch die Baumwipfel! Dieser Neubau macht die Parklandschaft aus einer anderen, neuen, Perspektive erlebbar – der Blick eines Vogels aus den Baumspitzen heraus. Der Begriff Freilicht-Museum erhält eine neue Dimension. Es ist in der Luft, es ist im Licht! Je nach Jahreszeit und Witterung kann das Membrandach des Museums geöffnet bzw. im Winter zusätzlich gedämmt werden.
Förderpreis des Deutschen Stahlbaues 2002
- Die besten Entwürfe –
1. Preis
„Future Circus – MikaDome“
Tim Driedger und Dirk Wischnewski
Fachhochschule Darmstadt /FB Architektur
Prof. Dipl.-Ing. Laske, Prof. Dipl.-Ing. Orawiec,
Prof. Dr.-Ing. Steffen Kind, FB Bauingenieurwesen
„Bergisches Freilicht- und Freiluft-Museum“
Peter Hufer
Fachhochschule Köln / FB Architektur
Prof. Dr.-Ing. Eberhardt, Prof. Dr.-Ing. Schütz
2. Preis
„Piscina Publica – Olympische Schwimmhalle“
Benjamin Sieber und Wolfgang Schwarz
Universität Stuttgart / Institut Baukonstruktion
Prof. Dipl.-Ing. Behling, Prof. Dr.-Ing. Eisenbiegler,
Prof. Dr.-Ing. Knippers, Dipl.-Ing. Mangold
3. Preis
„Naturkundestation auf Texel“
Jörg Schneider
Fachhochschule Köln /FB Architektur
Prof. Dr.-Ing. Schütz
„Museum für Verkehr und Mobilität“
Guido Baumgarten, Florian Kettner, Leonie Kitte
Universität Hannover / Institut Stahlbau
Prof. Dr.-Ing. Peter Schaumann, Dipl.-Ing. Heise
Institut für Tragwerksentwurf und Bauweisenforschung
Prof. Dipl.-Ing. A. Furche, Dipl.-Ing. Petters, Dipl.-Ing. Speth
„Bestimmung der Erregerkräfte für Regen-Wind-Induzierte Schwingungen“
Thorsten Weimar
Rhein.-Westf. Technische Hochschule Aachen
Lehrstuhl für Stahlbau
Dipl.-Ing. Schwarzkopf
Lobe
„Streamstyle“
Anja Goeringer, Sven Hummerich, Giancarlo Maglia, Boris Schmidt, Florian Wolf
Universität Stuttgart / Institut für Baukonstruktion
Prof. Dipl.-Ing. Behling, Dipl.-Ing. Arch. Simon
„Flughafen Innsbruck“
Florian Göger
Technische Universität Berlin / FB Konstruktives Entwerfen
Prof. Dipl.-Ing. Hascher, Prof. Dipl.-Ing. Rückert
„Free your mind“
Jochen Groß
Fachhochschule Frankfurt a.M./ FB Architektur
Prof. Dr.-Ing. Riegert
„Musikpavillon im Schlossgarten“
Christiana Röhr und Sabine Weidle
Fachhochschule Stuttgart - Hochschule für Technik
Dipl.-Ing. Scheible, Dipl.-Ing. Weinheimer
„Mobiles, modulares Fabrikgebäude“
Stefan Hart
Fachhochschule Münster / FB Baukonstruktion / FB Architektur
Prof. Dipl.-Ing. Reichardt
„Me(e)hr Wind“
Nils Krüssel und Tim Unnebrink
Technische Universität Braunschweig / FB Baukonstruktion
Prof. Dipl.-Ing. Schulitz, Ass. Rott
„Messehalle 27 Hannover“
Peter Landwehr ,Stephan Lücke, Daniel Vossiek
Fachhochschule Lippe / Abt. Detmold
Prof. Dr.-Ing. Althaus
„Plastische Bemessung von Stahlträgern“
Bärbel Bachmann
Fachhochschule Darmstadt / FB Bauingenieurwesen
Prof. Dr.-Ing. Kind
„Nomogramme zur Bestimmung der idealen BDK-Momente“
Heiko Merle
Fachhochschule Mainz / FB Bauingenieurwesen
Prof. Dr.-Ing. Freitag
Der Jury zum Förderpreis des Deutschen Stahlbaues 2002 gehörten an:
- Prof. Dipl.-Ing. Herbert Bühler - Dekan Fachbereich Architektur, Fachhochschule Münster
- Dipl.-Ing. Horst Hauser - Geschäftsführer BAUEN MIT STAHL e.V., Düsseldorf
- Prof. Dr.-Ing. Rainer Hempel - Dekan Fachbereich Architektur, Fachhochschule Köln
- Dipl.-Ing. Jürgen Krampen - Vallourec + Mannesmann Tubes, V + M Deutschland GmbH, Düsseldorf
- Prof. Dipl.-Ing. Architekt Christoph Parade - Parade Architekten BDA, Düsseldorf
- Dipl.-Ing. Architekt BDA Thomas Pink - Petzinka, Pink und Partner, Düsseldorf
- Dipl.-Ing. Architekt Johannes Schilling - Köln
- Dr.-Ing. Falko Schröter - Abt. Marketing, AG der Dillinger Hüttenwerke, Dillingen
- Dipl.-Ing. Architekt Gunther Vettermann - Abteilungsleiter Ausstellungstechnik, KölnMesse (verhindert)
- Dipl.-Ing. Michael Wiederspahn - Chefredakteur „Umrisse“, München
Leiterin Öffentlichkeit Dipl.-Vw. Angelika Demmer
Tel. 0211 / 6707-830
Fax 0211 / 6707-829
zentrale@bauforumstahl.de
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