Öffentlichkeitsarbeit
Schwebefähre Osten
1899 beschloß die Gemeinde Osten den Bau eine Schwebefähre über die Oste. Die bisher betriebene Prahmfähre war dem sich rasch vergrößernden Verkehrsaufkommen zwischen den Gemeinden Osten und Hemmoor nicht mehr gewachsen und der Fährverkehr kam bei extremem Hochwasser und Eisgang völlig zum erliegen.
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| © Zeichnung: www.schwebefähre-osten.de |
Der Konstruktionsentwurf zur Schwebefähre von 1903 stammt vermutlich von dem Neuhäuser Wasserbauinspektor Abraham. Gefertigt wurde die Konstruktion im MAN-Werk Gustavsburg bei Mainz, AEG Berlin übernahm die Herstellung der elektrischen Anlage. Den Bau des Maschinenhauses übertrug man der ortsansässigen Firma Thumann und Diercks, die Maurerarbeiten übernahm Maurermeister Johann Schulze, Osten.
Die Samtgemeinde, der Kreis und die Provinz beteiligten sich an den Gesamtkosten von 280 000,- Mark, wovon 82 429,- Mark Abstand-, Grund- und Materialkosten and den Fährbetreiber gezahlt wurden.
Der von der Gemeinde angeheuerte Berliner Ingenieur Max Pinette (Monatsgehalt: 350 Mark plus 100 Mark Bauzulage) überwachte als Bauleiter die Montage der angelieferten Fertigteile und setzte einige statische Änderungen durch.
Der französische Nachname des Ingenieurs und die Ähnlichkeiten des Bauwerks zur Konstruktion des Eiffelturms, führten vermutlich zu dem für den Fremdenverkehr werbewirksamen Gerücht, dass es sich bei Pinette um einen französischen Konstrukteur des Bauwerks und einen ehemaligen Schüler Gustave Eiffels handelt.
Der Bau der Fähre begann verspätet im Frühjahr 1909, die vorher festgelegte Bauzeit wurde um 3 Monate überschritten und ein Schlosser von MAN verunglückte tödlich bei der Montage.
Am 1.10.1909 wurde die Betriebsaufnahme festlich gefeiert und der Betrieb der Schwebefähre erwies sich trotz der hohen Instandhaltungs- und Betriebskosten in den folgenden Jahrzehnten als rentabel.
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Seit 1975 setzt sich der Förderverein für den Erhalt und Betrieb der Fähre ein und möchte für die Fähre den Unesco-Titel „Welterbe“ erreichen (die Fähre ist eine von acht erhaltenen Schwebefähren weltweit, die unter der Schirmherrschaft von König Juan Carlos stehen).
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Technische Daten:
Baujahr: 1909
Gebaut durch: Vereinigte Maschinenfabrik Augsburg und Maschinengesellschaft Nürnberg AG (MAN), Werk Gustavsburg
Bauleiter: Dipl.-Ing. Max Pinette, Berlin
Elektrische Anlagen: AEG Berlin
Herstellung der vier Pfeiler für das Fährgerüst: Firma A.D. Hahn, Osten
Bau des Maschinenhauses: Firma Thumann und Diercks, Osten
Brückentyp: Schwebebahn
Bautechnik: Stahlfachwerk, genietet
Verbaute Stahlmenge: 252 Tonnen, die aufgewendete Stahlmenge entspricht einem kompakten Stahlwürfel mit ca. 3,2 m Kantenlänge!
Länge: 90 m
Stützweite des Überbaues: 80 m
Konstruktions-Unterkante: 30 m über NN
Höhe des Fach-Gerüstes: 8 m
Gesamthöhe: 38 m
Portal-Weite: 25 m
Tragwand-Abstand: 10 m
Schweberahmen: 8 x 8,75 m
Durchfahrtshöhe beim höchstem Wasserstand: 21 m
Antrieb: 2 Elektro-Motoren á 18 kW, Gleichstrom mit Pufferbatterie bis 1920, danach umstellung auf Drehstrom. Neuer Motor ab 2001 mit 13 kW.
Geschwindigkeit: 0,5 m/Sek.
Dauer einer Überfahrt: 3 Minuten, heute ca. 8 Minuten
Motorenhersteller: AEG
Gondel-Konstruktion: Hängekonstruktion, vollständiges steifes Fachwerksystem
Plattform: 14 x 3,5 m (ab 1966: 16 x 4,30 m)
Erhöhter Personenstand: 3 x 1,5 m / 4 x 1,5 m
Belag: Eichenholz, heute Betonbeschichtung
Traglast: 12 t, 1939 Erhöhung der Traglast auf 14 t, durch Verstärkungsarbeiten am Stahlfachwerkträger. 1966 erneute Erhöhung der Traglast auf 18 t, durch eine größere Gondel.
Eigengewicht der Gondel: 34 t
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Beschreibung der Anlage und Funktionwweise
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| © www.schwebefähre-osten.de |
Quelle: www.schwebefaehre-osten.de
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Bauwerk
Schwebefähre
Schwebebahn, bewegliche Brücke
Standort
Osten
Baujahr
1909

Quelle
www.schwebefaehre-osten.de
und
Fördergesellschaft zur Erhaltung der Schwebefähre Osten-Hemmoor e.V.





