Torsten Zimmermann
Fachkommunikation | Architektur
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ILEK Chicago Exkursion – Tag 7
Am 7. Tag unserer Exkursion haben wir uns im Millennium Park, getroffen. Der Park, der ursprünglich als Rangierbahnhof genutzt wurde, ist heutzutage vor allem bekannt durch den Jay Pritzker Musikpavillon von Frank Gehry und die "Bohne", eine auf hochglanzpolierte Edelstahlskulptur des britischen Künstlers Anish Kapoor, die den offiziellen Namen "Cloud Gate" trägt. Nach der Besichtigung des Parks und eine kurzen Mittagspause haben wir uns dann auf den langen Weg zur Northwestern University gemacht. Die Universität ist wie unsere Universität in Stuttgart in zwei Teile gespalten. Ein Teil befindet sich in der Innenstadt in der Nähe des Chicago River und ein Teil nördlich von Chicago im Vorort Evanston, zu dem wir unterwegs waren. Wir waren an diesem Tag zu einem Symposium eingeladen, bei dem neben unseren Betreuern vom ILEK auch Eric Keune von SOM, Thomas Mozina von Perkins + Will, Tom Jacobs von Krueck + Sexton und Laurence Booth von Booth Hansen Vorträge über Chicagos Hochhäuser, Innovationen im Leicht- und/oder Hochhausbau und diverse andere Themen hielten. Nach dem Symposium durften wir an einem Dinner im Cohen Commons Saal der Universität teilnehmen und hatten die Möglichkeit uns mit den verschiedenen anwesenden Professoren der NWU und den Architekten auszutauschen. Nach diesem sehr herzlichen Abend hat sich ein Teil der Gruppe entschlossen noch auf einen Absacker die Signature Lounge (eine Skybar im 96. Stock des John Hancock Center) zu besuchen, von wo aus man einen atemberaubenden Blick über das nächtliche Chicago und auf den Lake Michigan hatte.  

Deutscher Stahlbau. Gut beraten.Deutscher Stahlbau. Gut beraten.

Presseinformation 01.3 / 2015   |    Januar 2015

Stahl ist Vorreiter bei Ressourceneffizienz und Baustoffrecycling

In ihrer Green-Economy-Strategie für die deutsche Wirtschaft verfolgt die Bundesregierung eine ganzheitliche Betrachtung der Wertschöpfungsketten und -netze. Zu den zentralen Themen einer Green Economy zählt sie den schonenden Umgang mit endlichen Ressourcen und eine vermehrte Kreislaufführung der Rohstoffe. Für Stahl existiert durch vollständiges Recycling ein permanenter Wertstoffkreislauf. Er weist den Weg in die Null-Abfall-Wirtschaft.

Der Einsatz einer Tonne Stahlschrott spart bei der Rohstahlproduktion CO2-Emissionen in gleicher Höhe ein. In Deutschland werden jährlich ca. 20 Millionen Tonnen Stahlschrott recycelt. Für Verbandsgeschäftsführer Dr. Bernhard Hauke ist das Bauen mit Stahl daher ein bedeutendes Fundament für den Klimaschutz und die Schonung von Rohstoffen. „Als Dachverband von über 500 Mitgliedern vertreten wir die Wertschöpfungskette von der Stahlherstellung, über den Handel bis hin zu den Verarbeitern. Stahl ist Vorreiter beim Baustoffrecycling. Das Bauen mit Stahl bedeutet für die Umwelt einen echten Mehrwert.“ Gemeinsam mit Prof. Dr.-Ing. Manfred Helmus, Lehr- und Forschungsgebiet „Baubetrieb und Bauwirtschaft“ an der Bergischen Universität Wuppertal hat bauforumstahl e.V. zusätzlich ein Forschungsvorhaben zur Ermittlung detaillierter Zahlen zum Stahlrecycling im Bauwesen in Deutschland initiiert. „Wir wollen den Recycling-Prozess noch nachhaltiger und effektiver gestalten", so Hauke. Ein erster gemeinsam ermittelter Sachstandsbericht liegt bereits vor (www.bauforumstahl.de/news/sachstandsbericht-zum-stahlrecycling).

Die Sammelrate von Konstruktionsstahl im Bauwesen in Deutschland beträgt 99%. Das heißt 99% des Baustahls (Träger und Grobbleche) werden bei Fertigung und Rückbau wieder eingesammelt. Dies teilt sich auf in 88% hochwertiges Recycling – einschmelzen im Elektroofen und Hochofen und Verarbeitung zu neuem gleich- oder höherwertigem Stahl – und 11% Wiederverwendung – erneute Nutzung der Bauteile in gleicher oder ähnlicher Funktion. Die Zahlen werden in der Umwelt-Produktdeklaration für Baustähle bestätigt (EPD-BFS-20130094-IBG1). Begünstigt wird die Kreislaufführung durch die natürlichen metallurgischen Eigenschaften des Stahls und der Rückbaufreundlichkeit der Stahlbauweise durch modularen Aufbau und leicht lösliche Verbindungen. Darüber hinaus kann jedes entsorgte Stahlprodukt von der Rasierklinge bis zum Auto zu Baustahl verarbeitet werden. Stahlschrott ist heute ein wertvoller Sekundärrohstoff, der im eigenen Land vorhanden ist.

Die Ressourceneffizienz von Stahl zeigt sich aber auch in der Bauweise selbst. Die schlanken und leichten Konstruktionen führen zu einer hohen Flächen- und Volumeneffizienz von Gebäuden und reduzieren die Flächenversiegelung. Große Spannweiten bringen eine große Flexibilität für Umbauten- und Umnutzungen und beugen dem Abriss von Gebäuden vor. Durch moderne hoch- und höherfeste Stähle, materialeffiziente Lochstegträger und weiterentwickelte Dach- und Wand- sowie Stahl-Deckensysteme werden eine noch höhere Ressourcen- und Energieeffizienz beim Bauen mit Stahl erreicht und die Wirtschaftlichkeit gesteigert. Auch die Zulieferer haben z.B. mit neuen Brandschutzbeschichtungen für Green Buildings oder beim Korrosionsschutz durch Feuerverzinken das Bauen mit Stahl durch Innovationen vorangebracht und die Nachhaltigkeit der Bauweise gestärkt.

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Pressemitteilung Stahl ist Vorreiter bei Ressourceneffizienz und Baustoffrecycling (229,8 kB)
Kreislaufwirtschaft von Stahl © bauforumstahl (841,5 kB)

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