Dipl.-Ing. Christian Wadewitz
Leipzig
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Tag der Architektur'14 . Katharinenturm
Bevor ich meine Entdeckungen des diesjährigen "Tag der Architektur" vergangenes Wochenende zeige, möchte ich - längst überfällig - ein Objekt in Magdeburg vorstellen, welches letztes Jahr (Sommer 2014) seine Türen öffnete zum Motto "Architektur bewegt". Am letzten Juniwochenende im Jahr findet nahezu bundesweit dieser besondere Tag statt. Hier kann sich jeder Architektur- oder Kulturinteressierte einzelne Objekte in zahlreichen Städten ansehen und sich dazu die Geschichten und Intentionen der Projektbeteiligten anhören. Im vergangenen Jahr stand das Logistik- und Verwaltungszentrum GUNZ und der "Katharinenturm" - beides in Magdeburg - auf meinem Laufzettel. Der Katharinenturm ...ist eine kleine Sehenswürdigkeit in unserer Domhauptstadt in Sachsen-Anhalt. Nicht so berühmt wie der Dom selbst, das Hundertwasserhaus oder der Elbauenpark, jedoch voll gepackt mit Geschichte und Leben. Anstelle des heutigen Wohn- und Geschäftshauses stand einst die Kirche St. Katherinen. Im Bombenangriff des Zweiten Weltkrieges brannte die Kirche aus und in der Zeit der DDR wurden die Überreste des Sakralbaus entgültig entfernt. Es entstand neu: Das Haus der Lehrer. Nach tiefgreifendem Umbau sehen wir heute den Katharinenturm - ein modernes Wohn- und Geschäftshaus im Zentrum Magdeburgs. Besichtigen konnte man die oberste Etage, das 11. Obergeschoss: Die Konferenzetage gab einen beeindruckenden Blick über der Stadt Magdeburg frei. Während das Design der Innenräume eher um zurückhaltende und harmonische Eleganz bemüht ist, verkörpert die Fassade bei Einbruch der Dunkelheit einen lauten und auffallenden Charakter. Da die Besichtigung tags stattfand, habe ich leider keine entsprechenden Fotos dazu. Auf der Internetpräsenz des Bauwerks liest man aber von insgesamt 16.000 LED's, die das Hochhaus bei Nacht illuminieren. Und das tun sie - Weiß, Violet, Grün... Ein Schwerpunkt beim Umbaukonzept war die Thematik mit den Loggien in den Eckbereichen. Diese verdrehen sich von Geschoss zu Geschoss. Wie eine Ziharmonika falten sich die großen Fensterkonstrukionen - in zwei Ebenen: innen und außen - zur Seite und öffnen damit den Raum nach außen bzw. holen das "Draußen" herein. (li. Johanniskirche, re. Breiter Weg und am Horizont der Magdeburg Dom)

Deutscher Stahlbau. Gut beraten.Deutscher Stahlbau. Gut beraten.

Presseinformation 29 / 2014   |    Oktober 2014

Pressegespräch zum 37. Deutschen Stahlbautag

Bauen mit Stahl: tragende Säule für den Wirtschaftsstandort Deutschland und ein Weg zur „Null-Abfall-Wirtschaft“!

  • Deutschland recycelt 20 Millionen Tonnen Stahlschrott pro Jahr – das ist fast so viel wie 2.200 Eiffeltürme.
  • Deutschlandweit sind über 3.400 Unternehmen – Konzerne ebenso wie Klein- und Mittelstand in der Stahlbaubranche einschließlich Planer beheimatet.
  • Sie beschäftigen rund 94.000 Mitarbeiter. 2013 trug die Branche  mit 12 Milliarden Euro Umsatz zum wirtschaftlichen Ergebnis in Deutschland bei.
  • Die wichtigsten Berufe im Bereich Planen und Bauen sind Ingenieure und Architekten, die
    z. B. in Bauverwaltungen, Planungsbüros, in der Fertigung oder in der Projektleitung arbeiten. 

Hannover, 28. Oktober 2014.

Am Vortag zum Deutschen Stahlbautag – dem größten Branchentreff in Deutschland – haben die Geschäftsführer von bauforumstahl e.V. Dr. Bernhard Hauke und Volker Hüller

Entwicklungen und Trends der Stahlbaubranche vorgestellt: „Wir sind uns einig, dass Bauen mit Stahl einen unverzichtbaren Beitrag hin zur ‚Null-Abfall-Wirtschaft‘ leistet und zudem enorme wirtschaftliche Vorteile für Bauherren, Mensch und Umwelt bietet.“

Stahl wird als einziger Baustoff zu 99 % recycelt – Bauen mit Stahl schont also Ressourcen und das Klima. Denn der Einsatz einer Tonne Stahlschrott spart CO2-Emissionen in gleicher Höhe ein. Und in Deutschland werden jährlich ca. 20 Millionen Tonnen Stahlschrott recycelt – das ist fast so viel wie 2.200 Eiffeltürme. Für Verbandsgeschäftsführer Dr. Bernhard Hauke ist das Bauen mit Stahl daher ein bedeutendes Fundament für den Klimaschutz und die Schonung von Rohstoffen. „Als Dachverband von über 500 Mitgliedern vertreten wir die Wertschöpfungskette von der Stahlherstellung, über den Handel bis hin zu den Verarbeitern. Wenn beim Bauen mehr Stahl als bisher eingesetzt würde, sänke das hohe Abfallaufkommen der Bauindustrie und die Rohstoffknappheit würde entschärft“, so Hauke. Gemeinsam mit Prof. Dr.-Ing. Manfred Helmus, Lehr- und Forschungsgebiet „Baubetrieb und Bauwirtschaft“ an der Bergischen Universität 

Wuppertal initiiert das bauforumstahl e.V. ein Forschungsvorhaben zur Ermittlung detaillierter Zahlen zum Stahlrecycling im Bauwesen in Deutschland. „Wir wollen den Recycling-Prozess noch nachhaltiger und effektiver gestalten. Hierzu müssen wir den Ist-Zustand im Detail kennen“, so Hauke. Ein bereits gemeinsam ermittelter Sachstandsbericht steht auf der Website von  bauforumstahl www.bauforumstahl.de/news/sachstandsbericht-zum-stahlrecycling zur Verfügung.

Vorteile für Bauherren und Gesellschaft

Weitere klare Vorteile vom Bauen mit Stahl sieht der Verband für Bauwillige aus Unternehmen und der öffentlichen Hand: „Beim Bauen mit Stahl ist der Transportaufwand für Werkzeug und Material oft weitaus geringer als bei der Betonbauweise“, erläutert Hauke. „Das spart nicht nur Zeit und Kosten sondern schont – durch weniger LKWs – auch unsere Straßen!“  Ein weiterer Punkt ist das Thema Brücken. In Deutschland ist knapp die Hälfte der bundesweit rund 67.000 kommunalen Brücken marode. „Die Stahl-Verbundweise bietet enorme Vorteile beim Brückenbau, da z.B. keine Mittelstütze gebraucht wird, wodurch Bauarbeiten ohne größere Verkehrsbeeinträchtigungen durchgezogen werden können. Hier kann die öffentliche Hand pro Brücke bis zu 0,3 Mio. € einsparen“, so die Geschäftsführer. „Wir wollen mit unserem Know-how die Kommunen in Deutschland unterstützen und haben die Initiative ‚Kommunale Brücken‘ initiiert. Zur Entlastung der Städte und Gemeinden stellen wir Entwurfs- und Konstruktionshilfen für kleinere und mittlere Brücken bereit“.

Forschung und Normung

Neben der Vertretung seiner Mitgliedsunternehmen bei Politik und Gesellschaft und der Förderung des Bauens mit Stahl, wirkt der Verband an nationaler und europäischer Normung mit. „Unser Ziel ist es, deutsche Interessen der Stahlbaubranche auf europäischer und internationaler Ebene zu wahren und sicherzustellen, dass kleine und mittlere Stahlbaufirmen wirtschaftlich Stahlbau anbieten können“, so Geschäftsführer Volker Hüller. Ein weiterer Schwerpunkt des Verbands ist die Forschung, beispielsweise an neuen Planungsmöglichkeiten (z.B. Building Information Modeling): „Dadurch ist es möglich, komplexe Hallen- und Stadienkonstruktionen, Hochhaus- oder Brückenbauten zu bauen, die früher so undenkbar waren.“, so Hüller. Eine Errungenschaft von bauforumstahl ist die Entwicklung eines Bemessungsmodells zur Ergänzung der Eurocode – Regelungen für geschraubte Kopfplattenverbindungen. „Die Forschungsarbeiten und die typengeprüften Umsetzungen geben der Branche die Möglichkeit, ohne eigene Berechnungen Standardanschlüsse im Stahlbau wirtschaftlich einzusetzen.“, erläutert Hüller.

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Presse-Info Pressegespräch_28.10.14 (245,5 kB)
v.l.n.r. Volker Hüller und Dr. Bernhard Hauke, beide Geschäftsführer bauforumstahl e.V. ©bauforumstahl (299,9 kB)

Anprechpartner Fachpresse:

Fachkommunikation und Architektur

Dipl.-Ing. Arch. Torsten Zimmermann
Tel. 0211 / 6707-815
Fax 0211 / 6707-829 
torsten.zimmermann(at)bauforumstahl.de

Ansprechpartnerin Allg. Presseangelegenheiten:

Veranstaltungsmanagement und
Kommunikation

Annika Moll 
Tel. 0211 / 6707-812
Fax 0211 / 6707-829 
annika.moll(at)bauforumstahl.de



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