Isabelle Nagel
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ILEK Chicago Exkursion – Tag 7
Am 7. Tag unserer Exkursion haben wir uns im Millennium Park, getroffen. Der Park, der ursprünglich als Rangierbahnhof genutzt wurde, ist heutzutage vor allem bekannt durch den Jay Pritzker Musikpavillon von Frank Gehry und die "Bohne", eine auf hochglanzpolierte Edelstahlskulptur des britischen Künstlers Anish Kapoor, die den offiziellen Namen "Cloud Gate" trägt. Nach der Besichtigung des Parks und eine kurzen Mittagspause haben wir uns dann auf den langen Weg zur Northwestern University gemacht. Die Universität ist wie unsere Universität in Stuttgart in zwei Teile gespalten. Ein Teil befindet sich in der Innenstadt in der Nähe des Chicago River und ein Teil nördlich von Chicago im Vorort Evanston, zu dem wir unterwegs waren. Wir waren an diesem Tag zu einem Symposium eingeladen, bei dem neben unseren Betreuern vom ILEK auch Eric Keune von SOM, Thomas Mozina von Perkins + Will, Tom Jacobs von Krueck + Sexton und Laurence Booth von Booth Hansen Vorträge über Chicagos Hochhäuser, Innovationen im Leicht- und/oder Hochhausbau und diverse andere Themen hielten. Nach dem Symposium durften wir an einem Dinner im Cohen Commons Saal der Universität teilnehmen und hatten die Möglichkeit uns mit den verschiedenen anwesenden Professoren der NWU und den Architekten auszutauschen. Nach diesem sehr herzlichen Abend hat sich ein Teil der Gruppe entschlossen noch auf einen Absacker die Signature Lounge (eine Skybar im 96. Stock des John Hancock Center) zu besuchen, von wo aus man einen atemberaubenden Blick über das nächtliche Chicago und auf den Lake Michigan hatte.  

Deutscher Stahlbau. Gut beraten.Deutscher Stahlbau. Gut beraten.

Presseinformation 20 / 2014   |    August 2014

Auszeichnung des Deutschen Stahlbaues 2014 für Univ.-Profs. em. Joachim Lindner und Herbert Schmidt

Seit nunmehr 42 Jahren wird die „Auszeichnung des Deutschen Stahlbaues“ verliehen. Mit ihr werden im Zwei-Jahres-Rhythmus Personen der Wissenschaft, der Technik und der Wirtschaft für hervorragende Leistungen geehrt, die das Bauen mit Stahl durch Weiterentwicklungen in Technik oder Wirtschaftlichkeit vorangebracht haben. Die Auszeichnung 2014 geht gemeinsam an Univ.-Profs. em. Dr.-Ing. Joachim Lindner und Dr.-Ing. Herbert Schmidt. Urkunden und  Plaketten werden anlässlich des Deutschen Stahlbautages 2014 am 29. Oktober 2014 in Hannover im festlichen Rahmen des Stahlbauforums überreicht (www.deutscher-stahlbautag.com). 

Die Begründungen der Jury lauten:
„Univ.-Prof. em. Dr.-Ing. habil. Joachim Lindner und Univ.-Prof. em. Dr.-Ing. Herbert Schmidt haben sich als national und international anerkannte Wissenschaftler im Stahlbau besonders herausragende Verdienste erworben. Die Jury erkennt den Herren für ihr Lebenswerk, die jahrzehntelange prägende Beeinflussung der Stahlbaunormung auf den Gebieten der Stabstabilität und der Schalenstabilität sowie der Stahlbauausführung auf nationaler und internationaler Ebene, die Auszeichnung des Deutschen Stahlbaues 2014 zu.

Prof. Lindner hat sich mit einer beeindruckenden Anzahl wissenschaftlicher Arbeiten richtungsweisend und nachhaltig für den Stahlbau eingesetzt. Seine grundlegenden Arbeiten zur Stabilitätstheorie sowie seine Abhandlungen zu den Traggerüsten stellen Standardwerke in Wissenschaft und Praxis dar. Seine Arbeiten zur DIN 18800-2 und die von ihm verfassten Erläuterungen zu dieser Norm haben wesentlich zur Akzeptanz der neuen Normengeneration im Stahlbau beigetragen und es ermöglicht, dass der deutsche Stahlbau bei den semiprobabilistischen Nachweismethoden in Deutschland die Vorreiterrolle übernehmen konnte.

Prof. Schmidt hat mit seinen beruflichen Erfahrungen sowohl in der Stahlbaupraxis als auch im Bereich der Stahlbauforschung die Grundlage seiner jahrzehntelangen engagierten und fruchtbaren Lehr- und Forschungstätigkeit gelegt. Viele seiner Forschungsergebnisse fanden Eingang in Handbücher, Regelwerke und Normen. Über seine Mitarbeit in vielen nationalen und europäischen Fachgremien verlor er aber nicht den Bezug zur Praxis. Besonders seine Veröffentlichungen zu DIN 18800-4 wie auch zu DIN 18800-7, die er genauso wie die neue europäische Stahlbaunorm, die DIN EN 1090, in Kommentaren ausführlich vorgestellt und bewertet hat, zeigen seinen Einfluss auf die Fachwelt. 

Beide Herren haben mit ihren Arbeiten für den Stahlbau die praktische Anwendung von Stahlbauten besonders in Deutschland gefördert und die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Planern sowie ausführenden Firmen positiv gestaltet und nachhaltig beeinflusst.“ 

Vita Univ.-Prof. em. Dr.-Ing. habil. Joachim Lindner
Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Joachim Lindner, Jahrgang 1938, studierte Bauingenieurwesen an der Technischen Universität Berlin. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Stahlbauindustrie promovierte er 1970 bei Prof. Roik an der TU Berlin. 1972 habilitierte er an der TU Berlin. Im Anschluss an seine kurze Tätigkeit 1972 bis 1974 bei der Firma Hünnebeck GmbH in Ratingen wurde Joachim Lindner Ende 1974 als ordentlicher Professor für Stahlbau an die TU Berlin berufen.                 

Die Arbeiten von Joachim Lindner decken den gesamten Bereich des Stahlbaues und Stahlverbundbaues ab und der Interessenlage entsprechend dominieren Stabilitätsprobleme. Er hat Vorträge in mehr als 20 Ländern gehalten bzw. in diesen veröffentlicht. Er ist Prüfingenieur für Baustatik für die drei Fachrichtungen Metallbau, Massivbau und Holzbau und hat als solcher namhafte Bauwerke begleitet. Hervorzuheben sind u. a. das Sony-Center, das Kraftwerk Reuter-West und die Max-Schmeling-Halle, alle in Berlin. In dem nebenberuflich gemeinsam mit bis zu zwei Partnern betriebenen Ingenieurbüro wurden Brücken, Hochbauten und Sonderkonstruktionen von beachtlichem Schwierigkeitsgrad bearbeitet. 

Vita Univ.-Prof. em. Dr.- Ing. Herbert Schmidt
Univ.-Prof. em. Dr.- Ing. Herbert Schmidt, Jahrgang 1936, studierte Bauingenieurwesen an der TU Braunschweig. Nach seinem Studium arbeitete er als Statiker in der Brückenbauabteilung der Stahlbaufirma MAN Werk Gustavsburg, um danach 1970 als wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Stahlbau in Braunschweig zu promovieren. Als Oberingenieur baute er anschließend den Forschungsbetrieb im neu gegründeten Institut für Stahlbau der TU Braunschweig auf und wirkte von 1974 bis 1975 als Gastwissenschaftler an der Lehigh University in USA. Ende 1977 wurde Herbert Schmidt als C3-Professor an die Universität Stuttgart berufen. Dort leitete er im Otto-Graf-Institut der FMPA Baden-Württemberg die Abteilung Baukonstruktionen, bis er Mitte 1981 auf die neu geschaffene C4-Professur Stahlbau der heutigen Universität Duisburg-Essen berufen wurde. 

Es folgten zwei Jahrzehnte engagierte und fruchtbare Lehr- und Forschungstätigkeit in Essen. In dieser Zeit und danach entstanden unzählige Fachbeiträge zu den verschiedenen Themen des Stahlbaues. Viele der Forschungsergebnisse finden sich in Handbüchern, Regelwerken und Normen. 1990 und 1998 weilte Herbert Schmidt als Gastprofessor an australischen Universitäten. Die Stahlbaupraxis verlor er aber neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit nie aus den Augen. Seit 1989 war er auch als Prüfingenieur für Baustatik, Fachrichtung Metallbau, tätig. Im Jahre 1995 gründete er mit zwei Partnern die Ingenieursozietät Prof. Schmidt und Partner, die seither erfolgreich ein Büro für konstruktiven Ingenieurbau betreibt. Viele Schadensgutachten schärften seinen Blick für die Belange der Praxis. Diese Erfahrungen schlagen sich nieder in Fachbeiträgen und -büchern  sowie Vorträgen und Weiterbildungsseminaren.

Bildmaterial:

1. Univ.-Prof. em. Dr.-Ing. habil. Joachim Lindner © Joachim Lindner

2. 
Univ.-Prof. em. Dr.-Ing. Herbert Schmidt © Alfred Jansen

Die Fotos dürfen kostenfrei nur im Zusammenhang mit der Berichterstattung zum Thema dieser Presseinformation genutzt werden. Wir bitten um ein Belegexemplar.

Downloads

Pressemitteilung Auszeichnung des Deutschen Stahlbaues 2014 (209,4 kB)
Prof. Joachim Lindner©Joachim Lindner (373,4 kB)
Prof. Herbert Schmidt©Alfred_Jansen (511,1 kB)
Vita J. Lindner (163,9 kB)
Vita H. Schmidt (164,0 kB)

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