Wolfgang S.
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ILEK Chicago Exkursion - Tag 9
Der letzte offizielle Tag der Exkursion diente hauptsächlich dazu, die bis dahin noch nicht erkundeten Gebäude zu besichtigen. Da am Nachmittag ein Besuch des Büros von Helmut Jahn auf der Agenda stand, hörten wir vor den jeweiligen Bauten die Referate zu dem James R. Thompson Center, dem Citigroup Center und dem Xerox Center. Das Thomposon Center gilt als eines der umstrittensten Bauten in Chicago's Bevölkerung und hat auch unter den Studierenden gemischte Gefühle hervorgerufen. Die Form und die Farbe sind schon sehr ungewöhnlich auch wenn das enorm großräumige und sehr hohe Atrium einen besonderen Eindruck hinterlässt. Neben diesen Bauten der Postmoderne wurden unter anderem noch das Sullivan Center, die Marina City, das IBM Building und das Carbide and Carbon mit seiner vergoldeten Spitze Zwischenziele unserer morgendlichen Runde. Leider spielte ausgerechnet am letzten Tag das Wetter nicht mehr so gut mit, sodass wir ziemlich durchnässt waren, als wir uns um zum Bürotermin bei Helmut Jahn einfanden. Da die gesamte Exkursion aber von durchwegs gutem Wetter profitieren konnte, ließ sich dieser eine Regentag verkraften. Bei Helmut Jahn erhielten wir einen Überblick über sämtliche Bauten und Bauvorhaben des 50 Mann großen Büros. Die Anzahl der Mitarbeiter erscheint relativ wenig, wenn man bedenkt welche großen Projekte dort realisiert werden. Als besonderen Abschluss führte uns der Jahn-Mitarbeiter auf die ausgebaute Spitze des 35 East Wacker Drive Gebäudes, welche bereits Al Capone als Partyraum diente und uns nun zum Abschluss einer gelungenen Exkursion ein weiteres Mal eine 360° Aussicht auf Chicago bot. Der Rest des Abends klang bei einem gemeinsamen Barbesuch aus und wurde ansonsten noch mit Packen für den Abflug am nächsten Tag verbracht. Wir möchten uns bei allen Unterstützern unserer Exkursion, darunter natürlich auch dem Bauforum Stahl herzlich bedanken, erst durch Ihre finanzielle Hilfe wurde es möglich den Studierenden ein umfassendes und spannendes Programm zu bieten.

Deutscher Stahlbau. Gut beraten.Deutscher Stahlbau. Gut beraten.

Presseinformation 9 / 2012   |    August 2012

Auszeichnung des Deutschen Stahlbaues 2012 für Univ.-Prof. Dr.-Ing. Gerhard Hanswille

Seit 1972 wird mit der 'Auszeichnung des Deutschen Stahlbaues' eine Persönlichkeit der Wissenschaft, der Technik oder der Wirtschaft für hervorragende Leistungen geehrt, die das industrielle Bauen mit Stahlkonstruktionen durch Weiterentwicklung der Technik oder Verbesserung der Wirtschaftlichkeit fördern. Ein Gremium unter Vorsitz von Dipl.-Ing. Hans-Ulrich Batzke, Geschäftsführer RSB Rudolstädter Systembau GmbH, vormaliger Vizepräsident des Deutschen Stahlbau-Verbandes DSTV, wählte einstimmig Univ.-Prof. Dr.-Ing. Gerhard Hanswille, Bergische Universität Wuppertal, für diese hohe Auszeichnung. Urkunde und Medaille werden am 18. Oktober 2012 auf dem Deutschen Stahlbautag in Aachen überreicht. 

Die Begründung der Jury lautet:
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Gerhard Hanswille, Wuppertal, hat sich als national und international anerkannter Wissenschaftler im Stahlbau herausragende Verdienste erworben. Seine grundlegenden Arbeiten haben den Verbundbau frühzeitig für eine breite praktische Anwendung erschlossen und so seinen festen Stellenwert als konkurrenzfähige Bauweise im deutschen Markt begründet. Prof. Hanswille hat mit seinem Fachwissen und seinem persönlichen Engagement über die Wissenschaft hinaus bei den Stahlbaufirmen einen exzellenten Ruf erlangt, weil er als erfahrener Ingenieur und Prüfingenieur realisierbare Wege für die Umsetzung der Verbundbauweise in die Praxis aufzeigte. Mit großem Engagement schuf er auch die Voraussetzungen für die Einführung der europäischen Verbundbaunormung in Deutschland und in Europa. Prof. Gerhard Hanswille hat durch seine Arbeit dem Zusammenwirken zwischen Wissenschaft, planendem Ingenieur, Prüfingenieur und ausführender Praxis beispielhafte Impulse verliehen.

Vita Univ.-Prof. Dr.-Ing. Gerhard Hanswille
Prof. Gerhard Hanswille (Jahrgang 1951) studierte und promovierte bei Prof. Roik an der Ruhr-Universität Bochum zum Thema: Zur Rissbreitenbeschränkung bei Verbundträgern. Anschließend arbeitete er als Oberingenieur am Lehrstuhl für Stahlbau der Ruhr-Universität Bochum. Im Jahre 1993 erhielt er den Ruf an die Bergische Universität-Gesamthochschule Wuppertal, zuerst als C3-Professor für Stahlbau und ab 1996 nach einem abgelehnten Ruf an die Universität Hannover als C4-Professor für das Fachgebiet Stahl- und Verbundkonstruktionen. Im Jahre 1996 richtete er erstmals in Deutschland die international bedeutende Konferenz „Composite Construction“ als Chairman für die Engineering Foundation in New York aus. 1998 erfolgte die Gründung des Instituts für Konstruktiven Ingenieurbau an der Bergischen Universität Wuppertal, an der er maßgebend mitwirkte und bis heute die Funktion des geschäftsführenden Direktors ausübt. Im Jahre 2002 folgte wegen seiner besonderen Leistungen auf dem Gebiet des Verbundbaus seine Aufnahme in die Akademie der Wissenschaften des Landes Nordrhein-Westfalen. Seit 2000 ist Prof. Hanswille Mitglied des Deutschen Ausschusses für Stahlbau DASt, seit 2006 Vorsitzender des Forschungsbeirates des DAST und stellvertretender Vorsitzender des DASt.

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