Christa Brüster
Presse Deutscher Stahlbautag
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ILEK Exkursion Chicago 2016
Hochhäuser werden unweigerlich die Zukunft des innerstädtischen Bauens darstellen. Auf Grund des Anstiegs der Weltbevölkerung und des zunehmenden Wachstums der Millionenstädte wird dichtes Bauen notwendig und immer gefragter. Im Wintersemester 2016/17 werden 10 Studierende der Architektur am Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren (ILEK) der Universität Stuttgart einen Hochhaus Entwurf bearbeiten, um sich dieser Thematik anzunehmen. Da Chicago die Geburtsstätte der Gebäudetypologie Hochhaus darstellt, bietet es sich an, das Planungsgrundstück dort anzusetzen und die Recherchephase mit einer Exkursion zu verbinden. Das besondere dabei wird sein, dass auch Studierende des Bauingenieurwesens dabei sein werden, denn Interdisziplinarität ist besonders bei solch großen Bauprojekten essentiell. Zusammen mit der 17-köpfigen Studierendengruppe werden zwei Mitarbeiter des ILEK eine 9-tägige Exkursion im Oktober 2016 unternehmen. Dabei werden wir uns nicht nur der Geschichte des Hochhausbaus widmen, sondern auch neueste Entwicklungen erfahren, sowie die Beziehung zu der Architekturfakultät der Northwestern University weiter vertiefen. Gemeinsame Vorlesungen, Besprechungen sowie ein zusammen organisiertes Symposium werden dabei eine große Rolle spielen. Des weiteren sind Baustellenbesichtigungen und Besichtigungen einiger Architektur- und Ingenieurbüros geplant, wie z.B. zu Helmut Jahn, SOM oder Gill+Smith. Über den Verlauf der Exkursion werden wir auf diesem Blog live berichten und bedanken uns bereits vorab für die freundliche Unterstützung unserer Sponsoren, allen voran: Bauforumstahl.

Deutscher Stahlbau. Gut beraten.Deutscher Stahlbau. Gut beraten.

Nachhaltiges Bauen

Kaum ein anderer Baustoff ist so gut für das Nachhaltige Bauen geeignet wie Stahl: Aufgrund seiner hohen Festigkeit kann er auch bei geringem Konstruktionsgewicht und filigranen Strukturen mühelos ganze Hochhäuser stemmen. Werden diese später einmal zurückgebaut, kann der eingesetzte Stahl mit Magneten aus der Abbruchmasse getrennt werden. Bereits heute werden 11% der eingesammelten Baustähle direkt in neuen Gebäuden wiederverwendet, der Rest kann als Sekundärrohstoff (Schrott) wieder zu hochwertigem Stahl umgewandelt werden. Der neue Stahl kann dabei sogar eine höhere Festigkeit als das Ausgangsmaterial erhalten.

Sachstandsbericht zum Stahlrecycling im Bauwesen

Aktuelle Zahlen, Statistiken und die technischen Möglichkeiten des Stahlrecyclings im Bauwesen wurden durch das Lehr- und Forschungsgebiet Baubetrieb und Bauwirtschaft der Bergische Universität Wuppertal unter Prof. Manfred Helmus ermittelt und in einem Sachstandsbericht zusammengefasst.
Hauptthemen hierbei waren: Rückbau, Recycling und Sammelraten, der Recyclingprozess und die Schrottsorten, der Schrotteinsatz in der Stahlproduktion, die erreichbaren Stahlgüten beim Recyclingstahl und bekannte Beispiele zum Einsatz von Recyclingstahl.

3R-Baustoffe als ökologische Antwort auf die Zukunft des Bauens

3R steht für Reduce – Reuse – Recycling oder zu Deutsch: Reduzieren, Reaktivieren und Recyceln. Dies sind die Grundgedanken für Ressourcen schonendes, nachhaltiges Bauen. 3R-Baustoffe zeichnen sich durch eine herausragende Effizienz, eine hohe Wiederverwendungsrate und 3R-Baustoff Stahldas Recyceln der Reststoffe aus - Abfälle, die verbrannt oder gar deponiert werden, gibt es bei diesen Baustoffen nicht.

Reduce – Reduzieren heißt, Baustoffe möglichst effizient einzusetzen. Der Baustoff Stahl verfügt über eine hohe Tragfähigkeit bei geringem Eigengewicht, die schlanke und weit spannende Konstruktionen ermöglicht. Diese Eigenschaften sorgen für eine hohe Flächen- und Volumeneffizienz und erhöhen die Nutzungsflexibilität von Bauwerken im Lebenszyklus. Durch den Einsatz von Hochleistungsbaustählen kann diese weiter erhöht werden. Im Bauprozess sichert der Einsatz leichter, vorgefertigter Bauteile eine hohe Ausführungsqualität, senkt Lärm- und Staubemissionen auf der Baustelle und reduziert den Transportaufwand. Kurz: Der naturnahe Baustoff Stahl – er besteht aus Eisen und Mikrolegierungen – steht beispielhaft für ressourceneffizientes Bauen.

Reuse Reaktivieren bezieht sich zum Einen auf die Folgenutzung ganzer Gebäude. Hier sind Stahlbauten natürlich klar im Vorteil, denn ihre großen Spannweiten ohne tragende Innenstützen und -wände bringen eine hohe Nutzungsflexibilität. Stahlbauten lassen sich flexibel an neue Anforderungen anpassen und sichern so eine lange Lebensdauer. Dies wurde im Wettbewerb um den "Preis des Deutschen Stahlbaues" eindrucksvoll bestätigt, bei dem Um- und Erweiterungsbauten vorderste Plätze belegten.

Reaktivieren bedeutet auch, Bauteile nach der Nutzung an anderer Stelle neu einzusetzen. Voraussetzung hierfür ist eine standardisierte Konstruktion mit leicht lösbaren Verbindungen. Derzeit werden 11% der stählernen Bauteile an anderer Stelle wiederverwendet. Eine Wiederverwendung von Stahl wird heute vor allem bei Parkhäusern und teilweise auch bei Brücken durchgeführt. Im Hallen- und Geschossbau hingegen bedarf es einer stärkeren Typisierung der verwendeten Träger, damit diese nach dem Rückbau schneller einen neuen Einsatzbereich finden. Die vom >>bauforumstahl entwickelten Typen- und Musterstatiken für kleine Industriehallen weisen in diese Richtung.

Und schließlich Recycling. Stahlprodukte werden grundsätzlich nie zu Abfall, werden nicht verbraucht, sondern immer wieder neu genutzt. Jedes stählerne Bauteil enthält recycelten Stahl. Die 100%-ige Recyclingfähigkeit von Stahl hat ein Kreislaufsystem etabliert, Stahlschrott ist zu einem kostbaren Sekundärrohstoff geworden. Alle Produkte aus Stahl, von der Konservendose über PKW bis zum Stahlträger, können nach dem Lebensende recycelt werden und stehen dem industriellen Kreislauf wieder zur Verfügung. Das Stahlrecycling schafft so gleichzeitig eine nachhaltige "Entsorgung" von ausgedienten Alltagsgegenständen und verringert Abfallhalden. Diese Kreislaufwirtschaft macht Stahl zu einem regenerativen Baustoff.

Nachhaltiges Bauen beginnt beim Hersteller

Dank der stetigen Bemühungen der Stahlindustrie ist auch die Produktion längst nicht mehr mit dem „dunklen Himmel“ der Industrie verbunden. Stahl wird heute in einem hoch effizienten Prozess hergestellt, wobei die eingesetzten Ressourcen optimal genutzt werden. Produktionsabfälle und Nebenprodukte werden überwiegend direkt verwertet oder in anderen Industrien genutzt, beispielsweise als Ziegelersatz oder für die Zementherstellung. Doch auch mit diesen Erfolgen gibt sich die deutsche Stahlindustrie nicht zufrieden und hat sich daher zu weiteren Bemühungen verpflichtet:

Selbstverpflichtung der Branche

Als konsequente Folge ihrer Bemühungen um ein ressourcenschonendes und klimaverträgliches Wachstum haben Unternehmen und Verbände aus dem Stahlbereich die "Initiative nachhaltiger Stahlbau" (INS) gegründet und sind im Januar 2009 folgende Selbstverpflichtung eingegangen:

"Die deutsche Stahlindustrie und der deutsche Stahlbau verpflichten sich zur Nachhaltigkeit und ihrer Umsetzung in den Baubereich. Dabei legen wir besonderen Wert auf ganzheitliche Bewertungs- und Vorgehensweisen. Die isolierte Betrachtung einzelner Aspekte, Bauteile oder Gewerke würde zu einseitigen Lösungen und damit nicht zu wirklich nachhaltigen Bauwerken führen."

Diese Homepage ist Teil eines umfangreichen Informationsangebotes mit dem der Selbstverpflichtung Rechnung getragen wird. Auf den folgenden Seiten finden Sie umfassende Informationen zum Nachhaltigen Bauen allgemein und dem Nachhaltigen Bauen mit Stahl. Bei Interesse können die einzelnen Themengebiete durch Lektüre der auf den jeweiligen Seiten genannten Veröffentlichungen des >>bauforumstahl sowie auf den jeweils verlinkten Informationsportalen weiter vertieft werden.

Broschüren und Dokumentationen:

Nachhaltige Gebäude - Planen, Bauen, Betreiben download
Leitgedanken zum nachhaltigen Bauen download
Im Dienste der Nachhaltigkeit (Institut Bauen und Umwelt e. V.) download
Ökobilanzieller Vergleich von Hallen unterschiedlicher Bauweisen download
Ökonomie und Ökologie von Bürogebäuden in Stahlbauweise download
Ecological efficency of Office Buildings download
Sachstandsbericht zum Stahlrecycling im Bauwesen download

Umwelt-Produktdeklaration Baustähle:

EPD Baustähle

EPD Baustähle -

Deutsch | English
Feuerverzinkte Baustähle
jeweils inkl. LEED-Beiblatt


Ansprechpartner Nachhaltigkeit

Raban Siebers, MSc
Tel. 0211 / 6707-560
Fax 0211 / 6707-829 
raban.siebers(at)bauforumstahl.de

Baustähle: Offene Walzprofile und Grobbleche auch im DGNB Navigator

bauforumstahl ist Mitglied bei:


Deutsche Gesellschaft für
Nachhaltiges Bauen e. V. (DGNB)
www.dgnb.de
 

Institut Bauen und Umwelt e. V.
www.bau-umwelt.de

Nachhaltige Argumente für das Bauen mit Stahl.

Nachhaltige Argumente für das Bauen mit Stahl. -

EPD Baustähle

EPD Baustähle -

Deutsch | English
Feuerverzinkte Baustähle
jeweils inkl. LEED-Beiblatt

Nachhaltige Gebäude - Planen, Bauen, Betreiben

Nachhaltige Gebäude - Planen, Bauen, Betreiben -

Ökobilanzieller Vergleich von Hallen unterschiedlicher Bauweisen

Ökobilanzieller Vergleich von Hallen unterschiedlicher Bauweisen -
Deutsch
| English



METALS FOR BUILDINGS

European metals alliance for recyclable & sustainable buildings