Dr. Bernhard Hauke
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ILEK Chicago Exkursion - Hochhausentwürfe
Die Eindrücke, die die Studierenden auf der Reise gesammelt haben und die daraus enstandenen Hochhausentwürfe findet ihr zusammengefasst in dem PDF anbei. Wir freuen uns über jede Einreichung aus den Arbeiten sowie über Einreichungen anderer Studierender zu unserem nächsten Förderpreis. 20170628_reader_ILEK_final  

Deutscher Stahlbau. Gut beraten.Deutscher Stahlbau. Gut beraten.

Medienbrücke München

Die Medienbrücke ist als Innovations- und Kreativitätszentrum eingebunden in den Medien-, Mode- und Dienstleistungsstandort Media Works in München in unmittelbarer Nähe des Ostbahnhofs. Das Hochhaus horizontal als architektonisches Highlight und sowohl Impulsgeber als auch idealer Standort für Kreative mit spektakulärem Blick über ganz München bestimmen die Wahrnehmung des Gebäudes. Der Wolkenbügel des russischen Avantgarde-Architekten El Lissitzky aus den Zwanzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts stand Pate.

Von den zwei Säulen der Erschließungskerne getragen schwebt der rund 90 Meter lange und 23 Meter tiefe Bau in 45 Meter Höhe. Das gesamte Objekt besteht aus drei Hauptgeschossen, an die oben und unten je ein kleines Zusatzgeschoss andocken. Die außergewöhnliche Architektur und kühne Konstruktion mit den bis zu 22 Meter langen Auskragungen setzt sich im Inneren des Bauwerks fort. Die offene Raumgestaltung mit der sichtbaren Stahl- Tragwerkskonstruktion sorgt für ein einzigartiges Raumgefühl. Sie bietet bei einem großen Maß an Transparenz und Visibilität eine hohe Ausbauflexibilität und ein breites Spektrum an Raumkonfigurationen.

Zeichnungen und Pläne

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© Steidle Architekten


Eine richtungsweisende Technologie der Kühlung, Lüftung und der Beheizung arrondiert das Objekt. Mit diesem futuristischen Gebäude ist der führende europäische Medienstandort München um eine starke architektonische und städtebauliche Attraktion reicher.

Die IVG Development München hat an der Rosenheimer Straße in München in unmittelbarer Nähe zum Ostbahnhof auf einem großen bestehenden Gewerbeareal ein zukunftsweisendes Nutzungskonzept für den Bereich „Neue Medien“ entwickelt. Um den dringend benötigten zusätzlichen Flächenbedarf über die bereits voll vermieteten 100.000qm Geschossfläche hinaus zu decken, wurde von uns das im Grenzbereich zum „Kunstpark Ost“ noch nicht realisierte Baurecht untersucht und aktiviert. Auf einer sehr beengten Grundstücksfläche entsteht ein für München typologisch neues Bauwerk, die Medienbrücke.

Aufgelagert auf zwei massiv ausgeführten Erschließungskernen liegt ein dreigeschossiger, ca. 90m x 23m großer Baukörper über den Bestandsbauten. Die ungewöhnliche Gebäudetiefe sowie Teilbereiche mit einer Innenraumhöhe von 3,80m bilden große zusammenhängende Flächen- und Nutzungsmöglichkeiten, die in ihrer freien Nutzung an die klassische Vorstellung von einem „Loft“ heranreichen: ein horizontales Hochhaus.

Durch die Höhenlage des Gebäudes kann im Bereich der normalen Blockhöhe der öffentliche Raum als Straße und Platz das bestehende Ensemble mit der städtebaulichen Rahmenplanung „Rund um den Ostbahnhof“ in Bezug setzen und Verbindung schaffen. Im zukünftig zweiten Bauabschnitt soll das bestehende Parkhaus beseitigt und durch ein neues Bauwerk ersetzt werden, welches dann die Grundstruktur und Geometrie der beabsichtigten Rahmenplanung aufnimmt.

Die Architektur des Gebäudes schließt im Bereich der Erschließungskerne an die verputzt - massive Erscheinung der Bestandsgebäude an und stellt somit eine atmosphärische Verbindung zwischen den unterschiedlichen Zeitschichten des Areals her.

Die Nutzgeschosse sind Raum hoch verglast und bilden dadurch die horizontale Höhenschichtung des Gebäudes ab. Diese Schichtung gibt dem Gebäude die charakteristische Erscheinung, die zwischen körperhaft und aufgelöst pendelt. Unterstützt wird dieser Eindruck durch die zweischalige Ausbildung der Fassade, deren äußere Schicht die diagonalen Fachwerkträger der Hauptkonstruktion in der Fensterteilung nachzeichnet. Der weiß gefärbte Sonnenschutz verändert die Erscheinung des Gebäudes zusätzlich: bei heruntergefahrenen Jalousien wirkt das Gebäude sehr körperhaft, in geöffnetem Zustand dominieren die Schichten.

Der Innenraum stellt ein „Feld“ von Möglichkeiten dar: Von der Großraumnutzung bis zur kleinen Kombibürozelle ist eine vielfältige Interpretation des Themas „Leben und Arbeiten im Büro“ möglich. Die Atmosphäre wird durch die offen gezeigte Konstruktion und Gebäudetechnik geprägt. Alle Elemente werden in weißer Farbe ausgeführt, sodass trotz der vielschichtigen Erscheinungsformen von Technik und Konstruktion eine ruhige, einheitliche Erscheinung entstehen kann.


Die Konstruktion basiert auf zwei in Stahlbeton ausgeführten Erschließungskernen. In diese Erschließungskerne werden dreigeschossige Stahlfachwerkträger einhängt. Diese Fachwerkträger stellen die bis zu 22m langen Auskragungen her. Im Inneren des Gebäudes bleibt die Stahlkonstruktion sichtbar. Der Einsatz von Hochleistungssprinklern und statische Nachweise über ein neuartiges Heißbemessungsverfahren machen dies möglich.

Die Gebäudetechnik nutzt zur Beheizung des Gebäudes Fernwärme, zur noch notwendigen sommerlichen Kühlung einen eigens angelegten Brunnen zur Nutzung von kühlem Grundwasser. Hierdurch erreicht das Gebäude trotz des hohen Glasanteils sehr gute energietechnische Werte, die ungefähr 40% unter der EnEV von 2009 liegen werden. Insbesondere die Verlängerung der jahreszeitlichen Übergangszeiten durch die zweischalige Verglasung trägt einen wichtigen Anteil daran.

Aktuelle Projekte | Projektarchiv

Bauherr

IVG Development GmbH, München

Architekten

Steidle Architekten
Gesellschaft von Architekten
und Stadtplanern mbH
www.steidle-architekten.de

Tragwerksplanung

bwp Burggraf + Reiminger
Beratende Ingenieure GmbH
www.buweipa.de

Montage

Lochner Stahlbaumontagen GmbH, Erbendorf
www.lochner-stahlbaumontagen.de

Gebäudelänge / tiefe

90,00 m/ 23,00 m

Traufhöhe / max. Höhe
42,50 m /  46,30 m

BGF
ca. 7.500qm

Nutzung
Büroflächen im Medienbereich

Konstruktion
Betonkerne mit Stahlfachwerk

Haustechnik
Fernwärme und Brunnenkühlung.

40% unter EnEV 2009

Fertigstellung
2010

Auszeichnungen
LEED Zertifizierung Gold,

red dot design award - honourable mention 2011


 Medienbrücke München